21.01.2017, Sa

Hey, heute ist der Samstag, vor dem ich letzte Woche so geheult habe, aber ich freue mich total, denn in einer halben Stunde geht mein Vater mit seinem Kumpel des Besuchs, meiner Schwester und mir trotzdem ans Konzert, weil das ja niemand verbietet, den dort einzuladen. Ich habe das aber auch erst heute erfahren, am Donnerstagabend gab es eine riesige Diskussion, wo Mum und Dad einfach meinten, ich stürme und nerve, und sie einfach nicht verstehen wollten, dass ich dringend an das Konzert will! Ich dachte somit gestern, ich würde heute Abend versiffen, doch bin ich schon parat, mit dem Fan-Shirt der Band, und am EP hören, wo gerade mein Lieblingslied angefangen hat, und ich freue mich so, um 9 fängt es dann an.
SO, also der Matei, der hat mir einfach Glück gebracht, diese 3. Woche von 2017 bringt einfach so unrealistische Ereignisse, Höhen und Tiefen und echt seltsame Dinge mit, mit denen ich letzte Woche nicht gerechnet hätte. Schon der Bowling-Sonntag der vergangenen Woche war einfach nur so strange. Wir haben dann unseren Murten-Aufenthalt mit dem Lichtfest auf Donnerstag, 19. Januar verschoben. Doch dachte ich letzten Sonntag nicht daran, dass ich Matei Kotaki dabeihaben werde… Ausserdem hätte ich gemeint, das Konzert sei gestrichen, weil es ja so blöd kam mit dem Besuch!
WOCHE 3 – 2017
Montag, 16. Januar: Mir laufen andauernd Lieder der Band meines Bruders nach und ich höre die EP. Ich rege mich über den Samstag auf, an dem ich nicht ans Konzert darf.
Dienstag, 17. Januar: Der 3D-Drucker-Spezialist erscheint plötzlich und erzählt, er hätte den Kunststoff für Matei besorgt. Er wurde noch am selben Tag ausgedruckt.
Mittwoch, 18. Januar: Feinschliff von Matei Kotaki, der als Nummer 405 in die Sammlung eintrifft. Ärgerlich: Ohne Marty, Mario, Cyan, Magenta & Yellow wäre er die 400.
Donnerstag, 19. Januar: Diskussion mit den Eltern wegen des Konzerts mit dem Schluss, dass ich nicht hin kann. Mein Bruder redete abends noch mit Dad.
Freitag, 20. Januar: Die Einstellung, mich damit abzufinden, nicht ans Konzert zu können.
Samstag, 21. Januar: Dads Entscheid, den Freund auch ans Konzert einzuladen und dessen Bestätigung, mitzukommen. Ich freue mich auf nachher!
Also am Donnerstagabend sind meine Eltern und ich recht aneinandergeraten. Ich wollte ja unbedingt an dieses Konzert. Denn Konzerte mit Musik, die Laune macht, machen einfach Spass. Und da ich ja Wochenende habe, wollte ich ja auch Spass haben, ist klar. Deshalb war mir seit der ersten Erwähnung dieses Konzerts von meinem Bruder klar, dass ich dorthin will. Doch mein Vater sagte: “Nö. Wir haben dann Besuch. Wir wollen diese nicht rausschmeissen. Deshalb werden wir nicht kommen.” Das Ding ist aber, dass nicht nur die Band meines Bruders spielt, sondern auch eine andere Bluesrock-Band, und Dad wollte diese Band schon seit längerer Zeit mal hören.
Mein Bruder dachte halt, es würde sich grad anbieten, an dieses Konzert in der Region zu gehen, da er dann grad beide Bands hören könnte. Doch Dad meinte, er wolle den Besuch nicht aus dem Haus schmeissen und es würde sicher noch andere Gelegenheiten geben, diese Band zu hören. Verschieben wollte er den Termin des Besuchs auch nicht, da der Termin im November aufgrund plötzlichen Besuchs unseres Hamburger Freundes schon mal verschoben worden war. Ich versuchte, einige Lösungsvorschläge zu bringen.
HINKOMMEN: Mein Bruder sagte, man könnte nicht mit dem öffentlichen Verkehr hinkommen. Er sagte, ich müsse einen Chauffeur haben, der mich mit dem Auto fährt. Er als Schlagzeuger der Band kann mich schlecht holen. Meine Mutter hat abends keine Lust, den lustigen Abend mit den Freunden abzubrechen. Mein Vater schliesst sich faul ihrer Meinung an und sagt ebenfalls, man könne die Bands auch ein anderes Mal hören.
MEIN KAMPF: Ich diskutierte weiter. Denn mein logisches Hirn hatte eine Lösung parat, die ich den NTs nicht erklären konnte! Die Freunde kamen um 4, dachte ich, und die würden bis 10 bleiben. 6 Stunden? 4 würden ja reichen! Nur wollten meine Eltern die ja nicht rausschicken. Ich dachte daran, dass man die einfach auch ans Konzert einladen könnte. Doch Dad meinte, das sei dem dann zu spontan und hat dem das einfach unterstellt, ohne ihn zu fragen. Ich fand das unlogisch und gemein, da ich unbedingt ans Konzert wollte und keine einzige Möglichkeit sah, hinzukommen, da ich ausser meinen Eltern keinen kannte, der mich fährt, und diese aufgrund des Besuchs, der auch nächsten Samstag immer noch hätte kommen können, nicht gehen wollten. Das Konzert sei nur einmal, am 21.01., den Besuch könne man immer einladen! Oder man könne ihn ans Konzert bringen.
FAZIT DER ELTERN: Ich stürme. Ich jaule, ich solle mich damit abfinden. Mum wollte 2011 an ein “Take That” Konzert mit Robbie Williams und konnte nicht dorthin gehen, weil wir an dem Tag auf unsere erste Kreuzfahrt in die Ferien sind. Ich wollte Ende 2014 einen süssen Sänger im Coop Schönbühl sehen und konnte nicht hingehen, weil wir an dem Tag zu meinen Grosseltern in die Ferien sind. Und nun scheiterte es an einem Besuch, der an x-beliebigen Samstagen wieder zu sehen ist, während das nächste grosse Konzert meines Bruders erst im April 2017 ist. Das fand ich unfair. Und doch sagte Mum: “Du stürmst rum. Hör auf, ich rege mich wieder tierisch über dein Gestürm auf.” Und Dad sagte: “Ja, das finde ich auch. Diesmal klappt es halt einfach nicht.”
ICH WAR TRAURIG, als ich fragte, ob es wirklich keine Lösung gäbe, und Dad sagte: “Nein. Diesmal gibt es keine Lösung. Du brauchst jemanden, der dich fährt, und den hast du nicht. Deshalb wirst du nicht an das Konzert gehen können. FIND DICH DAMIT AB!”
DANACH SIND WIR NACH MURTEN GEFAHREN. ICH WUSSTE, MEIN BRUDER KOMMT NOCH, WEIL ER MEINER MUTTER DAS AUTO ZURÜCK BRINGT. ICH WOLLTE DEN AUCH NOCH DARAUF ANSPRECHEN.
Abends nach der Lichtvorstellung ging ich mit meinem Bruder Super Mario Maker gucken, danach sprach ich ihn nochmal aufs Konzert an. Er laberte, dass ich mich schnellstmöglich mobil machen soll, was mir ja im Moment nicht weiterhalf. Ich erklärte ihm die Situation und dass sich Dad, der sich eh für das Konzert interessiert hätte, nur aus Anstand den Anderen gegenüber drückte, hinzufahren.
Mein Bruder verstand, dass es sehr uncool von Dad sei, sich einfach Mums Meinung zu kopieren und sie wieder zur “Bösen” zu machen. Und ich war sowas von überzeugt, eigentlich wäre Dad auch gerne hingegangen. Mein Bruder sagte, er würde noch nach einer Lösung suchen, wie ich doch ans Konzert kommen könnte, und dass er sich dann melden würde. Doch er meinte, die Chancen seien sehr klein und ich solle mich auf gar nichts einstellen. Danach war es 11 und er verliess mich. Ich ging schlafen.
Als ich mich bettfertig machte, hörte ich, wie mein Bruder mit Mum diskutierte. Er öffnete ihre Tür und ich hörte Mum, wie sie sagte: “Es wird sich sicher auch eine andere Gelegenheit ergeben.” Ich ahnte also überhaupt nichts. Danach ging ich die Zähne putzen und hörte meinen Bruder noch mit Dad reden. Ich dachte, er würde Dad “vollstürmen”, aber scheinbar hat Dad genau das zu hören gekriegt, was ich meinem Bruder gesagt hatte, und ihm eigentlich auch, aber mein Bruder wurde halt nicht als “Stürmi” betitelt, sondern ernstgenommen. Ich habe da aber sonst nichts mehr mitgekriegt, da ich schon schlafen ging.
GESTERN 20.01. DACHTE ICH, DAS KONZERT SEI GESTORBEN.
Ich jaulte sämtliche Leute von der Arbeit voll, die voll Mitleid hatten. Zugleich machte ich aber auch Werbung für die Band meines Bruders, was durchaus gut ist. Einige Mitarbeiter sagten mir, sie würden gleich am Abend noch reinhören. Ich dachte, wenn ich sie schon nicht am Konzert unterstützen kann, dann immerhin so. Ich setzte mir ein Lied von der Band “21 Pilots” in den Kopf, welches 2016 erschienen ist. Ich träumte von dem Lied und es funktionierte, es lief mir den ganzen Tag nach, statt der Lieder der Band meines Bruders, damit ich abgelenkt wurde von der Tatsache, abhängig von meinen Eltern nicht ans Konzert zu können. Gestern Abend nach dem Einkauf kam das Lied “Heathens” effektiv noch im Radio, so dass es mir dann wieder nachlief.
HEUTE BEIM FRUEHSTUECK ERHOEHTE SICH DIE CHANCE VON 5 AUF 90%
Plötzlich erzählte Dad dann, er würde den Freund fragen, ob er auch ans Konzert käme, und dass der Bruder noch 2 von uns 4 auf die Gästeliste pappen würde. Ich hatte total Freude und dachte, Dad habe wohl meinem Bruder am Donnerstagabend zugehört und festgestellt, dass er Recht hat. Dad rief bei dem Freund an und der klang interessiert. Nur noch der Rest der Familie hätte es vermasseln können, hätten die die Idee mit dem Konzert scheisse gefunden. Deshalb zog ich mein T-Shirt noch nicht an.
ALS DER BESUCH DANN DA WAR, war ziemlich schnell klar, dass wir um 20nach 8 das Haus verlassen. 4558 Winistorf ist der Ort, ich hasse zwar die 58, da Osterio Da Cruz das 58. Yolo Keyrings gegen Acary im Finale gewann, aber am Ende zählt ja der Spass an dem Konzert mit der geilen Musik! In 5 Minuten machen wir uns parat und dann geht’s los, weshalb ich jetzt den PC herunterfahren werde! Ciao!

Tags:

No responses yet

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert