Also ehrlich, vertipp’ ich mich, und schreibe 6. 13., obwohl 13 die wohl schrecklichste “Zahl” des Universums ist. Naja, Zahl ist nett gesagt, sie ist nur eine Lücke zwischen 12 und 14, damit das System logisch funktioniert. Können tut sie nichts – bedeuten tut sie nichts – viele sehen das ähnlich. Nun ja, sie betiteln die 13 als Unglückszahl, weil sie die 12 überschreitet, was unlogisch ist. Klar hat das Jahr 12 Monate und der Tag 2mal 12 Stunden, aber alle anderen Zahlen nach der 13 kommen auch nach 12!
Wieso sollte das der Grund sein? Für mich gibt es andere Gründe. Die 13 sieht von der Form her nicht schön aus und hat einen abweisenden Charakter. Daher hasse ich die Zahl, seit ich 12 bin, und konnte das Jahr mit 13 Jahren als Alter nur einigermassen bestehen, weil die Jahrzahl 2012 lautete und das eine 12 enthält, welche auch meiner Glückszahl entspricht.
Heute ist Nikolaustag, es ist 20:31 und bei der Zahl fällt mir ein, mein Zug fährt ab nächster Woche nicht mehr 35, sondern 31, alle fahren nämlich 4 Minuten früher ab, was mich total durcheinanderbringt. Ich meine: Warum? Warum fährt mein Zug auf dem Hinweg neu 8:10?
Ich habe mich in meinem Leben dran gewöhnt, dass der Zug um 8:14 fährt. Dafür bin ich dann sogar 13nach eingestiegen, obwohl es 59 bessere Zahlen gibt. 12nach war ich noch nicht da und 14nach war zu spät. Und nun muss ich 4 Minuten früher da sein. Aber mein Wecker klingelt 6:56. Er klingelt alle 6 Minuten. 18 Minuten später ist 7:14. Die Uhr darf nicht vorgehen, sonst läutet sie um 7:13 und 50er Sekunden und muss in denen den Alarm hören, da ich den Wecker nicht um 13nach abstellen kann (siehe Grund oben). 13 ist tabu – dieser Zahl weiche ich ja oft aus, was manchmal gar nicht so einfach ist!!!
Nun ja, wenn ich ihn auf 55 stelle, klingelt er eh 7:13 und wenn ich ihn auf 54 stelle klingelt er zu den selben Zeiten wie nun auch, 7:00, 7:06, 7:12, ich merke also keine Veränderung und habe das Gefühl, alles sei wie vorher. 7:24 lege ich mich hin, denke, der Wecker klingelt um 30 und ich stehe dann auf, aber er klingelt nicht, ich verschlafe.
Oder ich vergesse einfach, dass der Zug ja neuerdings 10nach fährt und gehe normal um 5nach aus dem Haus, gechillt, weil ich eh denke, ich habe noch 9 Minuten und plötzlich auf halbem Wege fällt mir ein SCHEISSE und der Zug ist weg, ich bin zu spät.
Ich hasse Fahrplanwechsel, also frage ich mich nur eines, warum tun die uns das nur an, der Zug fuhr JAHRELANG um 14nach und deshalb sollte er laut meiner Meinung auch weitere Jahre lang um 14nach fahren, wieso muss ich mich umstellen, ich kann das nur mit einem logischen Grund! Und da ich den nicht kenne, bin ich verärgert!!!
Heute Morgen erwachte ich und wusste noch nichts von dieser dummen Änderung. Ich stand auf und machte mich parat für den 8:14-Zug. Ja, ich stand um 7:31 auf, statt wie üblich zu “verbrainlagen”, weil ja Nikolaustag ist und ich wissen wollte, ob es dieses Jahr wieder Schokolade für uns gibt. Deshalb machte ich schnell und machte meinen Schoko-Adventskalender auf, dort war ein Lindor-Stern drin. Er schmeckte gut.
Ich guckte, an welchen Tagen noch ein quadratisches Türchen ist, was bedeutet, es ist ein Stern oder ein Herz mit Milchfüllung drin (ich weiss das, da ich den Kalender mittlerweile zum 3. Mal habe). Ich wollte gucken, an welchen Wochenenden das drin ist, weil ich die Schoggi unter der Woche als Motivation brauche und ich zwei Schöggelis aufsparen muss. An meinem Geburtstag am 27. 12. sowie an Neujahr will ich als erstes während des Tages ein Lindor-Schöggeli essen. Deshalb. Aber ich stellte fest, dass am 4. Advent glaubs noch ein quadratisches Dingens war und am Samstag glaubs, auf jeden Fall konnte ich den Stern heute essen.
- FAIL – SCHOKOLADENSUCHE NUR AN OSTERN
Nun ja, ich ging runter und sah auf dem Tisch unten eine Schachtel Pralinen. Ich dachte, die seien für mich, und guckte sie an. Mum sagte nichts. Ich begrüsste sie mit einem Kuss (wie immer am 6. oder 28. eines Monats) und fragte sie, ob die Schokolade für mich sei, da sie am Platz meiner Schwester war.
Mum sagte, die sei für meine Schwester, also fragte ich, ob ich denn nichts kriege. Wo die Schokolade üblicherweise am Nikolaustag versteckt war, entging mir wohl… Ich hing echt und dachte, ich muss das ernsthaft noch suchen, wie an Ostern halt. Tja, bis ich dann halt schnallte, dass ich wohl, wie in den Kinderjahren, im Stiefel nachgucken muss. Früher wurden die Taler dort versteckt, nun steckte in meinem Schuh die Pralinenschachtel. Ich hatte dieselben wie meine Schwester. Ich freute mich und legte sie auf den Tisch. Bei Mum musste ich mich nicht bedanken, schliesslich hat der Nikolaus die uns gebracht. Die Schuhe von Mum und Dad waren auch gefüllt.
Nach diesem Fail packte ich zusammen. Mein Olivenbrot mit Mayo und Schinken, welches ich gestern gemacht habe, und die Tabletten, die meine Energie stärken und 100mal besser als Ritalin sind.
Ich habe morgens eine solche Tablette eingenommen und musste die nächste mittags nehmen. Danach putzte ich die Zähne und ging um 5nach 8 aus dem Haus. Ich konnte gechillt mit meinem Normalgang den Bahnhof erreichen und war sogar noch VOR dem 8:12-Zug. - ÄRGER – WAGEN 27
Der 12nach ist ein Schnellzug und hat die Wagen 21-35, während der 14nach 8 immer ein Bummler ist und die Wagen von 62-72 hat. Ich wartete schon auf Gleis 3 für meinen 14er.
Der Grund: Dort habe ich einen Sitzplatz, einen 2ersitz, zu hinterst im Wagen am Fenster, wo ich auf den anderen Sitz meinen Rucksack packen konnte und mir somit sicher war, dass keiner der NTs sich zu mir setzen kann. Ich sitze immer an dem Platz. Ausserdem kam der 14nach immer schön 33 an, das reichte perfekt, um auf meinen Zug, der 39 ankam und 42 abfuhr, umzusteigen. Heute fuhr aber die 27, meine absolute Lieblingszahl ein, in die ich nun nicht einsteigen konnte.
Das ärgerte mich ziemlich. Ich konnte dafür nur die 62 kriegen, die dagegen öde wirkte. Während der Fahrt las ich die 20 Minuten Zeitung, aber irgendwie ist mir eh egal, was um die Welt passiert, das einzige, was mir blieb, ist, dass die Österreicher zum Glück keinen Rechtspopulisten wählten. Was für Mordfälle da drin standen oder irgendwelche Bachelor-Scheisse, interessiert mich ja nicht die Bohne. 33 war es, als ich ausstieg und zum Zug lief.
390 – SCHRITT 1
Auf dem Weg zum Zug geschah etwas Aussergewöhnliches. Normalerweise laufen Leute immer aufrecht. Ich neige meinen Blick immer gegen den Boden. Ich mag mir doch nicht die Köpfe der herumschwirrenden Leute ansehen, sondern die Füsse, die Gangart, damit ich einschätzen kann, wo ich durch muss, um niemandem anzukommen.
Als ich beim grossen Treffpunkt durchlief, wo viele Leute waren, sah ich ein Papier zusammengefaltet auf den Boden. Als ich mich näherte, sah ich, dass es gelb war und eine 10 drauf stand.
Eine 10er-Note? Das konnte doch nicht sein! Ich guckte das Papier an und stellte fest, dass es wohl wirklich eine 10er-Note ist. Ich bückte mich in den Leuten, riskierte, jemandem anzukommen, aber das war es mir wert! Ich steckte den 10er in meine Jacke und ging auf den Zug, der 42 abfuhr. Auch dort sass ich wieder auf einem 2ersitz neben meinem harmlosen Rucksack. Ich steckte den 10er in mein Portemonnaie und hatte nun 70 statt 60 Franken.
Ich musste noch genug Geld für Weihnachtsgeschenke einberechnen, weshalb ich mir am Samstag einen schönen Schlüsselanhänger nicht kaufte. Aber mit dem 10er könnte ich ihn mir leisten – er kostet mich somit nur noch 5 statt 15 Franken! Am Samstag haben wir nach Wichtelgeschenken für die Familie geguckt, im Shoppyland der Gemeinde mit PLZ 3322. Dort habe ich Keyring NR 387, Craig, selbst gekauft, und mir 388, Hayley, von Dad wichteln lassen.
Ich hatte dann im “I am” diesen schönen lilanen Anhänger für 14.90 empfohlen gekriegt, doch wusste ich, meine 60 Franken würden da nicht reichen, wenn ich meine Familie, 3 Personen, mit guten Wichtel- und Weihnachtsgeschenken beschenken will. Ich hatte dann gesagt, ich wolle unbedingt diesen Anhänger als 390 haben, die runde Zahl hätte er verdient.
Der Haken am Samstag war aber, dass ich nur mit 388 rechnete. Ich wusste, am 2. Advent wichtelt mir Dad Hayley, Craig hatte ich schon gekauft. Aber für diesen Anhänger und meine mutmassliche 389, einen Heissluftballon für satte 14 Franken, hatte ich nicht genug Geld, da ich für Weihnachtsgeschenke sparen musste. So kaufte ich nichts und ging mit 387 Keyrings heim. Sonntags erhielt ich, wie ich vorher schon wusste, von Dad, Hayley, 388, zugewichtelt.
Als ich die Zehnernote einsteckte, dachte ich an die Möglichkeit, es zu tun, aber ich wollte dem Keyring schon nicht die undankbare 389 geben, weshalb ich dachte, ich werde den 10er einstecken können und evtl. doch teurere und coolere Weihnachtsgeschenke kaufen. Ich steckte das Portemonnaie weg und stieg 2 Stationen später, in der Gemeinde mit PLZ 3072, die nahe an unserem Arbeitsort mit PLZ 3006 liegt, aus. - FAIL – GOJO IN BUS 28
Diese Gemeinde mit PLZ 3072 ist nicht ohne. Nur schon der Charakter dieser epischen Zahl sagt alles. Die 12 als Quersumme noch, Hammer! Und auch der Ort selbst hat schöne Verknüpfungen, weil ich ihm selbst auf die Spur ging und jedes einzelne Quartier total geschätzt hatte.
2015 war für mich das Jahr, in dem ich süchtig war nach diesem Ort und einen Glücksgefühlsrausch erhalten hatte, kaum hatte ich ihn betreten – diesen Status nenne ich bis heute “Gojo”.
Nachdem ein Wochenende war, drehe ich meistens mehr durch als sonst, wenn ich den Ort betrete und diese Luft wieder in meine Nase dringt. Ich habe zum ersten Mal 4 Tage ohne 3072 seit langem erlebt. Früher hatte ich montags nach dem Sport, der in 3052 stattfindet, noch arbeiten müssen und erst ab dieser Woche habe ich montags nachmittags frei. Und so war ich gestern gar nicht im 3072, weil ich nur bis 3052 fuhr, und dann wieder nach Hause.
Heute bin ich somit umso mehr explodiert, vor allem, weil ich freitags mittags statt nachmittags (wie üblich) ging, da ich diesmal am Freitag um 1 einen Termin bei meiner Psychologin habe, der normalerweise um 3 ist, aber verschoben wurde, da die Psychologin leider einen Todesfall in der Familie hatte und an die Beerdigung ging. Ich war also fast 4 Tage, datumstechnisch ganze 4 Tage, nicht mehr im 3072.
Und deshalb brach ich, als ich ausstieg und diese Luft einatmete, emotional aus! Ich rannte allen anderen davon, fühlte in meinem Körper beim Hals, im Ausschnitt dort glückliche Gefühle, mein Herz schlug schneller und die Energie brauste sich so auf, dass ich total schnell war.
Nachdem der Zug 48 ankam, hätte ich 52 auf den Zehnerbus (Ja, Linie 10), gehen müssen, einen Roten von Bernmobil. Ich hätte mit dem eine Station fahren müssen und dort raus, dann hätte ich noch 3 Minuten zu Fuss. Ich würde 8:57 ankommen, um 9 beginnt der Arbeitstag.
Tja, das ist ja normal, wenn mein Hirn funktioniert. Aber nach diesen fast 4 Tagen bin ich wohl zu sehr gerastet… :/ Ich rannte energieüberströmt nach unten, war vor allen anderen und sah von der Pizzeria vis-à-vis an der Busstation einen roten Bus stehen. Ich guckte auf die Uhr, es war erst 8:50! Da ich mal auf dem Fahrplan gesehen hatte, dass vor dem 8:52 um 8:50 auch ein Zehnerbus fährt, dachte ich, ich sei ganz schlau und würde einfach etwas früher eintreffen.
Ich rannte energieüberströmt und ohne Stress, sondern nur mit Glücksgefühlen zu dem Bus. Der Busfahrer war so lieb und hielt mir die Türe auf, ich kam reingestürmt. Danach schloss er die Türe. Ich stellte mich in den Gang, sah die Busnummer und bekam einen Schock: 122! EINS ZWEI ZWEI!
Nicht dass ich etwas gegen diese Zahl hätte. Aber die Zehnerbusse haben 200er- oder 800er-Nummern! Der 28er-Bus allerdings, ebenfalls von Bernmobil und rot halt, der nach 3014 fuhr, der hatte nämlich 100er-Nummern!
ICH WAR ALSO IN EINEM 28ER BUS! Und der fuhr nicht an meine Station, sondern in eine ganz andere Richtung! Bei dem Kreisel vor dem Bären-Restaurant bog er rechts ab, normal hätte ich gerade aus müssen. So sehr ich das nach Bemerken noch drückte, der Fahrer liess mich nicht raus, ich musste eine Station mit dem 28er-Bus fahren. Somit war mir klar, ich werde auf jeden Fall zu spät zur Arbeit kommen.
Ich ärgerte mich nicht für gewöhnlich, da mein Gehirn in dieser Gemeinde anders funktioniert als sonst überall. Ich atmete und facepalmierte mich, brachte mich zur Ruhe und dachte, ich würde einfach den nächsten 28er zurück nehmen und dann zur Arbeit rennen. Da ich im 3072 war, hatte ich eh genug Energie zum Rennen und fühlte mich auch extrem hibbelig und auch gestresst.
Ich konnte nichts planen und musste spontan diesen Weg sehen. Ich stellte fest, dass der Bus gleich fuhr, wie meine Mutter, wenn sie mich von dort nach Hause brachte. Nach 2 Minuten hielt der Bus endlich, 8:52 war es, als ich bei der Strasse ausstieg. Ich war froh, dass ich die Strasse immerhin kannte, durch den Autoweg. Aber trotzdem war ich überfordert.
Ich wollte auf dem Zonenplan gucken, wo ich mich befand. Doch sah ich nur Farben und Zahlen und mein hyperaktiv gestresstes Gojo-Gehirn konnte die nicht zuordnen. Als ich dann noch zum Fussgängerstreifen wollte, um die Strasse zu überqueren, um zurück zu fahren, sprach mich so eine Ausländerin an, die irgendwas wissen wollte.
Gestresst und überfordert schüttelte ich den Kopf und rannte weg! “SPRICH MICH NICHT AN LASS MICH IN RUHE!” dachte ich und meine Sinne spielten verrückt. Die Gojo-Hormone waren aktiv, ausserdem die Verpeiltheit, nachdem ich checkte, dass ich im falschen Bus war, mein erstes Mal alleine an dieser Strasse, an der ich gar nicht hätte sein dürfen!
Ich guckte auf den Plan des 28ers und sah, dass jeweils um 54 ein Bus fährt. Ich guckte auf die Uhr und es war 53. “Gott sei Dank!”, dachte ich. Ich musste nicht lange warten, da kam der 28er und brachte mich zum Bahnhof 3072 zurück. Dort stieg ich dann aus und rannte mit Vollgas und positiver 3072-Energie in Richtung Arbeit.
Kaum betrat ich 3006, facepalmierte ich mich und fand es echt peinlich, dass mein 4-Tage-Her-Gojogehirn es nicht schnallte, dass ich in den 28er steige. Wäre ich nicht so durchgedreht, wäre ich gar nicht erst so früh an der Busstation gewesen. Aber so war es nun. Und 3072 verliess ich um 9, meinen Arbeitsplatz betrat ich um 9:04. Sie waren mir dort zum Glück nicht böse, weil sie wissen, dass man mal den falschen Bus erwischen kann.
Zum Fail des Tages wurde dieser aber trotzdem gekrönt, denn für mich war dieses Erlebnis ein Riesengewirr aller meiner Gefühle – sowohl das seltsame Kontrollverlustgefühl des Gojos als auch das Gefühl, nachdem man feststellt, einen peinlichen Fehler begangen zu haben und dann noch die Überforderung, wenn mich ein fremder Mensch anspricht, ich erlebte ALLES AUFS MAL!
Im Kunst konnte ich zum Glück runterkommen. Ich liebte es seit Neustem. Acht Monate hatte ich dort nur Pixel an die Wand kleben müssen, bis es mir rauskotzte und ich der Kunstlehrerin das mal sagte. Nun durfte ich endlich eine meiner Lieblingszahlen, die 75, die Erlösungszahl meiner ersten und einzigen Depression, in Graffiti Schrift umsetzen und das hat totalen Spass gemacht. Die Stunde ging viel schneller rum als sonst.
Mit dem Grafiker zusammen musste ich einen urhässlichen Jahresbericht zu Ende bringen, der mittags fertig sein musste. Das war endlame, da der echt 100erte von Fehlern hatte und schlecht designet war, obwohl der Grafiker in der Zeit, als ich Kunst hatte, ein schönes Bildkonzept fertig brachte.
Das fand ich total schade, weil man hätte sich echt mehr Mühe geben können, aber wenn alles an einem Morgen hingekriegt werden musste, war das Endergebnis nur zu 70% gut… - FAIL – DER FREIGESTELLTE VERLORENE SCHRAUBENSCHLUESSEL
Meine Arbeit ist simpel: Ich muss Bilder freistellen für die Webseite unserer Firma. Diese sind im Archiv und mit professionellen Programmen kann ich die bearbeiten. Das macht Spass und ist schön strukturiert.
Ich öffnete ein Bild mit 2 Elementen. Diese wählte ich aus und färbte sie besser mit Licht ein, da die so dunkel waren. Danach wählte ich das erste Objekt, einen Schraubenschlüssel, mit dem Pfad aus. Ich machte den Pfad zur Auswahl und erstellte eine Ebenenmaske, die nur die Auswahl einnimmt.
Danach färbte ich die Ränder und der Schraubenzieher sah schön freigestellt aus. Danach wählte ich mit dem Pfad das Loch unten aus und stellte das detailgetreu frei. Als ich den Schraubenschlüssel fertig freistellte, speicherte ich das Bild und wollte weitermachen. Da merkte ich: ICH HATTE EINEN FATALEN FEHLER GEMACHT!
Das zweite Objekt, irgendso ein Dingens da, weshalb ich es nur Dingens nenne, da ich nicht erkenne, was es genau sein soll, wurde ja gar nicht freigestellt! Da ich keinen Pfad erstellte, war nun nur der Schraubenschlüssel maskiert! Ich fragte den Grafiker, was ich tun soll und erhielt eine völlig komplizierte Antwort von wegen ich sollte eine 2. Datei erstellen und nur das Dingens freistellen und beide am Schluss auf eine Datei machen. Da mir das zu umständlich war, schimpfte ich mit mir, und sagte, ja, ich müsse nochmal alles neu machen.
Aus Wut an mich selbst löschte ich meine Arbeit, die mich eine halbe Stunde gekostet hatte, und wollte ein anderes Bild machen. Ich atmete durch und sagte, ich mache jetzt das Bild nochmal. So wählte ich den Schraubenschlüssel und das Dingens erneut aus, änderte die Lichtfarbe, und machte erneut, gestresst, genervt, aber mit genug Nerven noch den Schraubenschlüssel. Diesmal machte ich es besser – ich verwandelte den Pfad in die Auswahl und SPEICHERTE DIE AUSWAHL!!! Danach malte ich mit dem Pfad das Dingens und SPEICHERTE DIE AUSWAHL.
Die inneren Löcher der Objekte liess ich noch weiss. Danach wählte ich AUSWAHL LADEN an und lud erst die des Schraubenziehers. Dann wählte ich wieder AUSWAHL LADEN und wählte die des Dingens, und dass diese Auswahl der Anderen hinzugefügt werden sollte. Danach drückte ich die Ebenenmaske, so dass beide Dinge flüchtig freigestellt waren. Danach verbesserte ich die Kanten und wählte noch die Löcher aus. Diese waren einfacher, ich konnte die Pfade zeichnen, in Auswahlen umwandeln und dann auf der Ebenenmaske einfach invertieren. Am Ende hatte ich also eine ganze Stunde für das Bild, obwohl ich es allerdings in einer halben hätte schaffen können……
Sorry, wenn alle Nicht-Grafiker diesen Abschnitt nicht verstehen, ich deute ihn halt als Fail und er ist mir passiert, weshalb auch der da drin steht.
Mittags hatte ich erst eine langweilige Pause. Sie fing um 12:30 an, vorher mussten der Grafiker und ich noch am Jahresbericht stressen. By the Way: Jahresbericht 2015. Versteht ihr? ZWEITAUSEND FUENFZEHN!
Wir haben 2016 und in wenigen Wochen wird 2017 sein….. Für mich also eine sinnlose Qual, aber es musste halt sein. 30 durfte ich ja in die Pause und ich hatte das Recht auf eine Stunde, also bis 13:30.
Ich ass mein Olivenbrot und nahm meine Tablette. Es sprach keiner mit mir. Ich sass da und um 1 war ich bereits fertig mit essen. So hatte ich gerade vor, mein Buch zu lesen, über Autisten, die von sich geschrieben haben. Ich bin selber Autist und arbeite auch in einem Betrieb für Autisten und einer, der so denkt wie ich, und dort reinschrieb, hatte mir sein Exemplar ausgeliehen.
Ich wollte es zücken, um weiterzulesen, da kam ein anderer, den ich schon länger kannte, und sprach mich auf das Buch an. Ich kannte ihn, auch er hatte einen Artikel in diesem Buch geschrieben. Ich hatte seinen Artikel gelesen und sagte ihm, dass ich den echt gut fand. Er fand es cool, dass ich dieses Buch lese, und freute sich total ab.
Ich sagte, er hatte kreative Ideen, zum da rein schreiben und dass ich ihn sehr gut verstehen konnte. Dinge, wie nicht gern angefasst zu werden oder dass Autisten wie im HTML-Code handeln, erkannte ich in mir selbst wieder. Ausserdem schrieb er sowohl einen Liebesbrief an einen Computer, da dieser genauso logisch denkt wie er, und er schrieb eine Gebrauchsanweisung für einen “Normalen, Neurotypischen”, kurz NT, wie er sich verhalten soll, wenn er sich in einen Autisten verliebt.
Wir haben uns erst lange über das Buch unterhalten und danach erfasste er noch Filme. Da ich vor 2 Jahren auch mal Filme erfassen musste, erzählte ich ihm, wie unlogisch und chaotisch das vorging. Er sagte, er fände es extrem spannend, das Archiv auszuchecken und die Filme zu sortieren und einzugeben. Vor 2 Jahren damals hatte ich das ja alles andere als spannend gefunden. Ich fand es eher spannend, morgens meine 75 zu entwerfen…
Nach dem langen Gespräch war es schon 14:00 statt 13:30, aber das deute ich nicht als Fail, weil an anderen Tagen machte ich dafür nur eine halbe Stunde Pause und mal so lange mit jemandem ein Gespräch zu führen, war für mich schon fast ein Wunder. Mit ihm habe ich jemanden gefunden, der ebenfalls ähnlich funktioniert wie ich. Er hat in dieses Buch geschrieben, dass er so oft einsam ist und er das schade findet. Ich fühlte mich gleich angesprochen. Mir ging es oft genau so. Und nun hat es sowohl ihm als auch mir total Freude gemacht, einmal ein Gespräch zu führen.
Nachdem ich ihm einen schönen Nachmittag wünschte und zum Arbeitsplatz ging, hörte ich, wie er wirklich Freude hatte, wahrscheinlich konnte er es nicht verarbeiten, dass ich das Buch las und seinen Beitrag und das noch gut fand, und fand es mega schön, dass ich nun auch so lange mit ihm redete! Ich habe mich also gut und motiviert gefühlt!
SO: HEUTE ABEND PASSIERT MIR DER 4. FAIL: WIE KONNTE ICH NUR DIESES EREIGNIS VERGESSEN AUFZUSCHREIBEN, WELCHES WÄHREND DER KUNST PASSIERT IST?
390 – SCHRITT 2
Morgens, kurz nach 9, wir haben noch Grafittis angeguckt, da kam der eine Arbeitsagoge der Stiftung auf mich zu, den ich doch sonst so seltenst sehe, und sagte, er hätte mir etwas hingelegt. Ich habe mich gefragt, ob er mir eventuell Nikolausschokolade gebracht hätte, oder warum auch immer.
Er sagte, ich muss nicht aufstehen, er ginge es mir holen, da ich ja in der Kunst war. Er hatte keine Schokolade in der Hand. Ich hoffe ja immer noch auf weitere Keyrings, aber er war doch gar nicht in den Ferien? Er kam zu mir und liess mich die Hand ausstrecken, dann legte er mir einen kleinen, baseballförmigen Anhänger in die Hand.
“Der ist aus Kuba.”, sagte er. Ich bedankte mich bei ihm, da ich nicht damit rechnete. “Den habe ich in den Herbstferien gekauft.” Ich wunderte mich, warum er ihn mir nicht nach den Herbstferien gegeben hat. Er sagte, er habe es immer wieder vergessen, aber heute, als ihm klar war, dass er in die Stiftung kommt, habe er endlich daran gedacht. Ich dachte, typisch für ihn, denn vor 2 Jahren hatte er mir einen Keyring aus Stuttgart versprochen und ihn vergessen.
Nachdem er mir aber Anfang Jahr einen aus Berlin brachte, dachte ich nicht, dass er mir nun auch einen aus Kuba mitbringt! Ich hatte total Freude und hing den neuen Anhänger zu meinem Lieblings-Keyring mit NR. 265 in den Ausschnitt. Der Neue war somit die 389. Was hiess das? Nach dem gefundenen Zehner und der 389 konnte das nur eins heissen: Nachmittags zum Shoppyland fahren und diesen lilanen Keyring von Samstag für 15 Franken abholen gehen, damit er die 390 wird!
So, also nachmittags stellte ich noch zwei weitere Bilder frei, eins noch mal einwandfrei und beim anderen bin ich noch dran, da ich um 15:00 einfach nicht mehr mochte. Durch die Tablette hatte ich morgens ohne Pause durchgearbei-tet, sowohl in der Kunst als auch bei der Mediamatik.
Nach dem Jahresbericht-Stress und dem weiteren Bild war ich dann nicht mehr auf dem Stand, noch weitermachen zu können. Deshalb las ich Kommentare zur Castingsendung “The Voice”, da regten sich alle auf über einen Typen, der schreit statt singt, und trotzdem weiterkam als andere Favoriten. Ich dachte nur, “Haha, die nerven sich, mein Liebling flog in der Runde vorher schon raus.”
Ja, da war so ein süsser Typ mit hoher Stimme und der hat es ja sowas von drauf gehabt, nach drei Tönen hatte ich Tränen in den Augen! Tja, eine Runde schaffte der, flog dann aber gegen einen jüngeren, ebenfalls gefühlvollen Sänger raus, den ich auch mochte, mich aber nicht zum Heulen brachte.
Tja, mir liefen heute oft die beiden Auftritte dieses Favoriten nach, ich hätte gerne mehr von dem gehört, weil er neben einem Teilnehmer von vor 3 Jahren zu den einzigen gehört, der mich mit seiner Stimme zu Tränen rühren konnte. Tja, die waren halt verärgert, dass die eine Soulstimme und der andere gechillte Typ nicht weiter waren, dafür die “Prince-Kopie”, die zu meinen Favoriten gehört und der “Schrei-Affe”, den ich mittlerweile nicht mehr so mag.
16:00, ich ging nicht, erst 16:15, um meinen Zug um 16:36 noch zu erwischen, ohne dass ich warten musste. Ich checkte aus und ging. Ich beschloss, es zu tun: Trotz verspäteter Heimankunft wollte ich noch ins Shoppy! Denn ich wollte diesen 390. Keyring! Nachdem ich den samstags entdeckte und am Geld zweifelte, dann aber beschloss, ihn zu einer möglichen 390 zu machen, dann noch eine 10er-Note zu finden und den Keyring aus Kuba zu kriegen, das MUSSTE doch heissen, dass ich das tun muss.
Somit nahm ich mir vor, nach der Fahrt in die Stadt nicht auf den Schnellzug Abfahrt 16:50 zu gehen, sondern auf den Bummler, der 16:52 fährt, weil der unter Anderem auch im Shoppyland hielt, wo ich ja hin wollte. Da ich schon öfters einfach alleine dort war, konnte ich das gut spontan beschliessen, da ich ja wusste, was das Ergebnis ist, eine schöne 390, für 5 statt 15 Franken dank des gefundenen Geldes!
Auf dem Weg zum Zug, während ich im 3006 lief, hinterfragte ich nochmal, warum ich eigentlich im 3072 so hyperaktiv war. Ich war so anders als sonst, unkontrolliert, hatte keine innere Ruhe. Als mich meine Psychologin letzten Freitag auf ADS abklären wollte, war eine Frage: “Ich bin immer hyperaktiv und finde keine innerliche Ruhe.” Ich antwortete damals mit “Nein.”, dachte aber: “Im 3072 trifft das auf mich zu.”
Ich weiss nicht, warum. Aber die 3072-Luft erbringt mir Glücksgefühle. Ist der Ort irgendein spezieller Kraft-Ort von mir? Das geht über meine logischen Schlüsse! Fakt ist nur, dass es eigentlich schön ist, einen Ort zu haben, der einem diese Gefühle gibt, für die andere Drogen nehmen müssen. Aber ich hatte nun echt keine Lust, wieder dorthin zu gehen, weil ich morgens dort den 28er-Fail gelandet hatte.
Ich hatte keine Lust, wieder auszurasten. Aber ich musste mich extrem konzentrieren. Ich muss mich immer konzentrieren dort. Letztens nach einem Standortgespräch fuhren wir dadurch nach Hause resp. die Eltern brachten mich zum Bahnhof und fuhren dann ins Kino, und während wir da durch fuhren, redeten die mit mir.
Da ich aber seit dem Abgang im 3006 davon wusste, dass sie dort mit mir reden werden, fing ich schon mal an, mich sehr darauf vorzubereiten und mein Gehirn auf Hochtouren hochzufahren. Mit genug Anstrengungen konnte ich ihnen dann effektiv zuhören. Aber kaum liessen die mich neben dem Bahnhof frei, setzten sich Glücksgefühle frei, da ich diese Luft wieder einatmete.
Ich sprang aus dem Auto in einem Tempo auf und davon! Noch als ich beim Bahnhof zum Gleis rannte, sah ich, dass das Auto der Eltern noch nicht mal losgefahren ist. Tja, diese Gefühle, die hatte ich halt immer wieder und nachmittags hatte ich echt keinen Bock drauf. Es war echt seltsam.
Aber ich musste da durch, da ich auf den 16:36-Zug musste. Ich hätte auch zur 3006-Busstation können. Aber der Zehnerbus wird voller und voller und man wird von allen Seiten von NTs gedrückt, die man nicht kennt, da es keine Sitzplätze gibt. Alle sind bereits besetzt. Und da das eine FOLTER ist, hab ich noch lieber schnelle 5 Minuten ein hyperaktives Gehirn! Der 16:36er war VOLL. Aber da ich nur 7 Minuten fuhr und nicht 12 (wie im 10ER BUS), war das okay.
Ich guckte immer, wo ich eine kleine Lücke finden konnte. Ich stand zwischen 16 anderen Leuten, wenn ich richtig gezählt habe, aber am Rande in der Nähe einer Türe. Anders konnte ich mich nicht positionieren. In der Stadt stieg ich dann aus und dort putschte ich in den ein oder anderen, weil es so viele auf einmal waren, die raus wollten. Dann ging ich zu meinem 16:52er-Zug und wartete, bis der einfuhr. Er hatte die Wagennummer 62, doch ging ich nach vorne. Ich sah die 63 und stieg dort ein.
Dann las ich Zeitung, wo wieder nichts Schlaues drin stand. Ich sass rechts neben der Tür und dort mussten im 3052 alle raus. Also fast alle. Und ich war halt im Weg und konnte nicht gehen. Ist aber kein Fail, weil es normal ist in vollen Zügen… Aber ich bin danach an einen Sitzplatz, bis wir beim Shoppy hielten. Es kostete mich Überwindung, nicht wie üblich heimzufahren, aber da ich eh schon extra in den 52er gegangen war, MUSSTE ich raus.
390 – SCHRITT 3 (ENDE)
Beim Shoppyland stieg ich also aus und joggte gemütlich in den Laden. Wo der “I am” war, wusste ich ja gut. Das war wirklich ganz einfach. Es waren auch nicht so viele Leute da, die meisten waren eh unterwegs auf dem Heimweg. Kurz nach 5 betrat ich den Laden und sah den Anhänger noch dort hängen. Ich wählte genau den, der von den Strukturen her erkannt schon der war, den ich am Samstag gesehen und abfotografiert hatte. Damit ging ich an die Kasse. Ich bezahlte ihn mit meinem gefundenen Zehnernötchen von morgens, einem Zweier und zwei Einfränklern und bekam 10 Rappen zurück, die ich wohl nicht so schnell brauchen werde…
Danach packte ich den Kassenzettel und das Portemonnaie weg und ab dann hatte ich offiziell 390 Keyrings! Eine besondere Zahl, denn mein absoluter Rekord in Minuten im 3072, den ich jemals erreichte, war in meinem 3072-Suchtjahr 2015 am Datum 28. 8. bei 390 Minuten.
- UND RICHTIG GROSSER GIGA-ÄRGER: FAHRPLANWECHSEL VOM 11.12.16
Nachdem ich den schönen lilanen Anhänger ausgepackt habe, ging ich gemütlich zum Bahnhof. Dort wartete ich noch 4 Minuten, dann kam mein Zug. Während der Wartezeit ist mir dann dieses grosse, orange Schild aufgefallen. FAHRPLANÄNDERUNG!!! WAAAAS???? “Auf den Linien S8/RE verkehren ab 11. 12. 2016 alle Züge 4 Minuten früher als jetzt.” BITTE WWAAAASS???? Ich stiess einen Schrei aus, einen leisen, vor mir, und bekam die Sinnkrise!
NEEEEEIIIIIIIIINNNNNN!!!!! Wieso denn? Wieso? Wieso musste ich Aufwand betreiben? Wieso werde ich nun neustens 11 Minuten in der Stadt auf den Anschluss warten und abends mehr Stress haben? Meine S1 kommt 16:43 an und wenn der Zug bereits 16:48 davon fährt, muss ich auf 17:01 warten, der nun seit ich denken kann 17:05 fährt und ein VOLLER SCHNELLZUG ist! Die Hölle! Die absolute Hölle!
Früher aufstehen, um länger warten zu können, und abends mehr Stress! Und ausserdem HASSE ich Umstellungen! Und wenn ich doch dann wenigstens wüsste, WOFÜR ich diesen Aufwand machen muss, den Wecker diese Woche schon früher zu stellen, um zu üben, um 8:10 schon da zu sein, obwohl der Zug seit ich rechnen kann 14nach fährt, dann würde ich gerne wissen, WOFÜR! Wieso zum Henker gibt es diesen Fahrplanwechsel? Wieso fahren jetzt plötzlich alle Züge 4 Minuten FRUEHER?!??! Das brachte mich dann letzten Endes aus dem Konzept und ruinierte mir den ganzen Tag! Ich weiss ehrlich gesagt JETZT noch nicht, was ich DAVON halten soll!!!!! GRUNZ! - FAIL: WAGEN 63 WAR DIE 65
Als ich beim Bahnhof vom Shoppy wartete, kam der Zug, der mittlerweile von zu Hause wieder in Richtung Stadt fuhr, entgegen. Die 62 erkannte ich ja, aber hinten war die 65 und nicht die 63. Das heisst, ich sass in der 65, aber ich dachte, ich wäre in der 63. So ein erbärmlicher Wagen-Fehler ist mir ja schon lange nicht mehr passiert. Als dann bei meinem Zug die 63 der hintere Wagen einfuhr, war das definitiv die Bestätigung. Ich stieg aber nicht in die 63 ein, sondern in den vorderen Wagen, die 69 war der glaube ich…
Es war erst 17:25, als der Zug ankam und ich ausstieg und nach Hause lief. Trotzdem hatte ich kurzerhand einen Schock. Ich sah den RE in die andere Richtung einfahren, also dachte ich, dass das der 35er war, der 48 hier ankommt. “Was, es ist schon zehnvor 6?”, dachte ich. Ich dachte, das könne doch nicht sein, war ich doch wirklich so spät? Aber dann schnallte ich, dass es ja einen 33er-Zwischenzug zu den Stosszeiten gab, der um 17:20 losgefahren war! Es war doch noch nicht zu spät!
Zu Hause erzählte ich meiner Mum halt von der Keyring-Sache. Dann assen wir und ich machte die andere Hälfte des Olivenbrotes für morgen. Morgen muss ich um 1 bei meiner Psychologin sein, weil die am Freitag um 3 schon wieder nicht kann. Das weiss ich allerdings seit Anfang November, weil wir dann diesen Termin abgemacht hatten.
Morgen muss ich somit ein Mittagessen für auf die Hand dabei haben, da ich auf den 12:36-Zug muss, damit ich genug Zeit habe, um rechtzeitig um 1 bei der Psy zu sein. Und für den 36er muss ich mich um 15nach bereits parat machen. Unterwegs esse ich halt. Das machte ich am Freitag auch, da hatte ich ja bekanntlich den Termin auch früher schon, wegen der Beerdigung halt.
Meine Schwester konnte leider nicht mit mir spielen. Sie hat höchstens nur einmal in der Woche Zeit. Oft guckt sie Animes oder zeichnet, da das ihre Hobbies sind. Aber noch öfter wird sie vom Gymnasium behindert. Sie besucht die Quarta und dort ist es megahart. Jede Woche haben sie etwa 8 Tests, die nächsten Tage hat sie jeweils 3 an einem Tag. Und für diese mega harten Tests muss sie lernen. Aber sie hatte dafür noch keine Zeit, da sie bis um 5 Schule hatte und es ja um halb 6, als ich kam, Essen gab. Deshalb musste sie den ganzen Abend dafür opfern und mir verkünden, dass diese Woche wohl keine Zeit bleibe. Letztes Mal spielten wir am Sonntag gemeinsam.
Gestern guckten wir “The Voice”, wo sich auch meine Familie über die Ausscheiden der Soulfrau und des Reggaetypen ärgerten. Ich hatte mich nach dem Aus meines Lieblings am Donnerstag bereits ausgeheult und bin froh, nicht mehr um meinen Favoriten bangen zu müssen. Der wird seinen Weg gehen und ich höre mir seine beiden Auftritte sehr gerne immer wieder an.
Ja, heute machte sie Hausaufgaben. Deshalb bin ich wieder, nachdem ich sie mutig gefragt hatte, abgewiesen worden, was mich traurig machte. Ich ging, wie immer, an den PC. Erst las ich ein paar “The Voice”-Kommentare, aber da die eh alle das Gleiche schreiben, langweilte es mich, weswegen ich noch besondere Logik-Level-Desings aus “Super Mario Maker” anguckte. Danach hatte ich kein Bock auf meine LPer, da ich die in der letzten Zeit zu oft gesehen hatte, weshalb ich beschlossen habe, diese Datei zu schreiben. Heute war immerhin ein ereignisreicher Tag mit Höhen und Tiefen!
Gute Nacht!
Was war am 6. 12. 1933?
Nikolaus!
EREIGNISSE VOM 6.12.2016 ZUSAMMENGEFASST
• 07:55: Nikolaus ist nicht wie Ostern! FAIL
• 08:12: Wagen 27 wäre da gewesen! ÄRGER
• 08:35: Die Zehnernote 390
• 08:50: Das 28er-Drama FAIL
• 09:15: Die Nummer 389 390 (ERWÄHNT ERST NACH DEM MITTAG, DAS WAR DER 5. UND NICHT 4. FAIL)
• 11:00: Der verlorene Schraubenschlüssel FAIL
• 13:00: Das Gespräch NICE! 🙂
• 16:15: Der Entschluss 390
• 17:10: Nummer 390! 390
• 17:16: Die Fahrplanänderung GIGAÄRGER
• 17:19: Wagen 63 war die 65 FAIL
• 17:33: Hilfe, es ist schon 48! VERWIRRUNG
• 19:00: LP-Logik-Japanerin entdeckt YEAH!
• 20:15: Tagebucheintrag aus Langeweile DAS HIER!!!
• 22:55: Datei schliessen, schlafen! AUF NIMMER WIEDERSEHEN!
Der Witz oben stammt aus dem Witzbuch! Er soll daran erinnern, ob was Geschichtliches war, dabei war schlicht und einfach nur Nikolaus. Er gehört der Kategorie Scherzfragen an und ist ziemlich unlustig. Er passt aber zum Tag. Genauso wie ein anderer Keyring aus dem “I am”, der ein metalliger, flacher Nikolaus war, für 12 Franken. Ich habe ihn mir NICHT gekauft. 390 habe ich somit immer noch! Die 389 nenne ich wohl Jake, die 390 sehr wahrscheinlich Mathea!
Das war der 6. Dezember 2016, der Tag, der exakt 3 Wochen vor meiner Volljährigkeit stattfand, noch kann ich ja 3 Wochen als Kind erleben, ich hoffe, danach ändert sich nicht zu viel, denn jeder Tag, der vergeht, geht näher an den 27.12.2016, an dem ich 18 Jahre alt werde… :/

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