Hi, ich bins wieder! Frohes neues Jahr 2017! Ich war das letzte Mal effektiv letztes Jahr hier da, als ich noch so Schiss vor dem 27. hatte. Danach musste ich diese Zahlenwechsel verkraften. Jetzt ist auch der Wechsel von 2016 auf 2017 erfolgreich passiert und dieses Jahr sieht halt jetzt anders aus als das letzte. Ich habe mich schon daran gewöhnt. Ich habe dieses Jahr schon zweimal geduscht, am Neujahrstag und heute.
Heute vor einem Jahr war bereits der erste Arbeitstag 2016, es war ein Dienstag, montags war irgendwie noch frei. Ich kam damals um 9 eingetreten und erfuhr, dass ich neuerdings DIENSTAGS UM NEUN Kunst habe. Ja, so musste ich spontan in die Kunst gehen. Das als allererstes während des Jahres 2016 mit 17 Jahren! Das war der Untergang, ich war die ganzen 90 Minuten unsicher und fühlte mich extrem unter Druck gesetzt, damit das Jahr 2016 nicht scheisse wird, sondern einen guten Start zeigt.
Dieses Jahr passiert mir der Stress nicht. Ich habe schon vorher angemeldet, dass ich am Montag, dem 9. 1. 2017, NICHT in den Sportunterricht will. Ich will 3072-Luft einatmen, bevor ich welche des 3052s einatme, während des Jahres 2017, und deshalb fahre ich am Montag über 3072 nach 3006 und gehe erst am 16. Januar wieder in den Sportunterricht.
So viel zum Montag. Jetzt noch zur vergangenen Woche.
KW52 mit dem 27.12.2016.
So schlimm, wie ich immer dachte, war der Tag ja auch nicht und der 26. war auch kein langer Nervositätstag. Der ging sogar ziemlich schnell rum, weil wir mit der Familie etwas schönes unternommen haben. Wir fuhren nämlich zum Schwarzsee und dort war es sehr schön. Wir liefen um den ganzen See herum und genossen die frische Luft.
Ich guckte immer wieder auf die Uhr, um 16:59 bloss nicht zu verpassen. Ich war nämlich total nervös, was das betraf, weil ich ja astronomisch gesehen genau dann 18 war. Nach dem Rundgang um den See sind wir noch in ein Restaurant namens “Club 89” gegangen und dort assen Dad und ich jeweils ein Schinkensandwich und Mum und meine Schwester teilten sich eines mit Salami und Käse, obwohl sie eines mit Salami und eines mit Käse wollten, da die Kellnerin das falsch verstanden hatte. Letztendlich waren sie froh drum, die Sandwiches waren echt gross.
Nach diesem Snack ging ich noch aufs Klo und war mega nervös. Es war nämlich schon 16:39! Ich explodierte fast in mir, da es astronomisch nur noch 20 Minuten entfernt war. Ich konnte das nicht ausblenden, da es ja komplett logisch war, zu glauben, dann schon 18 zu werden. Ich trottete meganervös meiner Familie hinterher.
Wir gingen ins Auto und ich sagte ziemlich gelassen, dass ich es cool fand am Schwarzsee. Der Abend brach an und es war 16:52, als wir losfuhren. “OMG, noch 7 Minuten!”, dachte ich. Trotzdem redete ich erst noch mit meiner Schwester. Danach war es 16:58, wir beendeten gerade das Thema und ich guckte die Stoppuhr an.
Als dann 16:59 war, explodierte ich im tiefsten Inneren, da ich nun ja die 6574.5 Tage alt war. Es kam sogar noch eine Verkehrsmeldung von 16:59, so dass mein Dad, dem ich das Ganze mit 16:59 auch erklärte, fragte, ob es gut gehe. Ich nickte und guckte schweigend und fassungslos aus dem Autofenster. Wir fuhren durch die Landschaft und die Nachrichtensprecherin erzählte mehr über George Michaels Tod vom 25.12.2016.
Danach bin ich wohl irgendwie eingeschlafen, bis um halb 6 “Starlight” der Band Muse im Radio kam, eines der Lieblingslieder meiner Schwester und mir.
Um 6 kamen wir dann nach Hause, kurz darauf assen wir Raclette. Danach, abends, guckten wir Rubinrot. Ich hatte scheinbar noch Schnaps, also einen Schluck, da ich ja astronomisch gesehen schon durfte. Zum Raclette hatte ich Wein getrunken, jedenfalls war ich abends überhaupt nicht nervös, sondern eher gechillt drauf und konnte den Film, den ich schon 2013 und 2015 zweimal gesehen hatte, ohne Stress ein 3. Mal gucken.
Gegen Mitternacht war ich am LP gucken. Ich habe erst einen Part geguckt, danach war es kurz vor 12. Ich zog meinen Schlafanzug an und hörte dabei “Dead Inside”, mein Lieblingslied von Muse. Das Lied geht 4 Minuten 31 und ich startete es um 23:55. Um ziemlich genau Mitternacht war ich also fertig, das Lied auch und ich ass einen Schokoladentaler vom Bunten Teller von Heiligabend. Das Lindor-Schöggeli wollte ich als erstes nach 4:59 essen, das legte ich auf mein Nachtkästchen.
Um Mitternacht galt es nun zu verarbeiten, dass ich Geburtstag habe und dass ich somit 18 sein sollte. Aber ich beruhigte mich die ersten 2 Minuten, an denen der 27.12. auf dem Wecker stand, weil es war ja noch nicht 4:59! Es war zwar schon 16:59 und Mitternacht, aber wenn das komplette 18. Lebensjahr wirklich auch wie 2016 halt 366 Tage haben sollte, ist der letzte dieser Tage erst um 4:59 beendet. Um 5nach 12 ging ich somit wieder an den PC und guckte Let’s Play, bis um halb 2 oder 2.
4:47.
Der Wecker klingelt. Ich bin todmüde, aber weiss beim ersten Klingelton schon, was Sache ist. Stimmt, logisch, 4:59, die letzte der drei Zeiten zum 18 werden! Ich stehe todmüde auf, drücke auf den Wecker, gähne und gehe zum Klo. Mein Herz schlägt schneller als sonst, wenn ich müde bin. Ich nehme den Wecker mit aufs Klo, damit ich auf keinen Fall einen Brainlag über 4:59 kriegen kann.
Danach gehe ich wieder zurück ins Zimmer. Mein Herz rast noch mehr. Nächstes Mal, wenn ich das Zimmer verlasse??? Ich nehme den Wecker zu mir ins Bett, da klingelt er für 4:53. Ich drücke wieder drauf und mein Herz bibbert. Ich versuche, mich zu beruhigen und an schöne Kreuzfahrten zu denken. Ich gucke immer wieder auf die Uhr. 4:55, dann ist es 4:56. Und jedes Mal, wenn ich an etwas Neues denke, vergeht eine weitere Minute.
4:58.
Ich mache einen Countdown von 60 runter und kann selber nicht glauben, wofür ich da runterzähle. Für den einen Moment! Diesen Statuswechsel, diese grosse Änderung der Zahl! Mit jeder Sekunde vergeht ein weiterer Schritt.
30, 29, 28, oh mein Gott,
27, 26, 25, es sind nicht mehr viele,
24, 23, 22, jetzt im Ernst, 21, 20, 19,…
Plötzlich bin ich bei 3, 2, 1… 4:59!
Ich gucke wie jedes Jahr gebannt auf diese Uhr.
27.12., Dienstag, 4:59.
Auf dem Nachtkästchenwecker stehen noch die Sekunden. Ich weiss ja meine Geburtssekunde nicht. Aber die Minute vergeht. 10er-Sekunden, dann die 20er und dann die 30, schon ist die Minute halb rum. OMG, denke ich, und atme laut durch den Mund ein und aus, fühle mein Herz klopfen. Die Sekunden der 40er vergehen auch und um Sekunde 50 denke ich, okay, ich werde wohl nicht Geburtssekunde 59 haben, und kaum ist das zu Ende gedacht, steht 5:00 auf dem Wecker!
Sekunde 1, 2, 3… Ich stelle den Wecker hin. Danach lege ich den Kopf ins Bett. “OMG jetzt bin ich 18 OMG das ist so komisch, so anders…”, denke ich. In meinem Gehirn schwirren lauter Zahlen rum, auch die 6575 Tage und die 157800 Stunden sind mir gewiss. Ich lege mein Kopf aufs Kissen und schlafe noch bei Licht leicht ein. Mein Gehirn muss an die neue Zahl gewöhnt sein, wenn ich zum Frühstück komme, deshalb will ich das Licht nicht löschen und auch nicht unbedingt tief schlafen.
8:30.
Ich wache erneut auf. Ich weiss nicht, ob ich seit 4:59 schon getrunken hab oder sonst was im Mund hatte. Aber nun habe ich Durst und ich will mein Lindt-Schöggeli essen. Ich esse das Schöggeli. Es zerschmilzt in meinem trockenen Mund und gibt mir Glücksgefühle. Das soll das erste sein, was ich mit 6575 Tagen, respektive 216 Monaten und somit 18 Jahren gegessen habe. Dafür habe ich es ja extra vom Adventskalender aufbewahrt. Danach trinke ich einen guten Schluck Wasser, stelle meinen Wecker auf 10 Uhr und stelle den wieder auf den Tisch. Danach stehe ich auf, laufe ein bisschen durchs Zimmer, um das erste Mal mit 18 ein bisschen rumzulaufen. Danach gehe ich ins Bett und lösche das Licht. Diese 1.5 Stunden kann ich dann gut schlafen.
Soviel zur Nacht.
Danach kam das Frühstück, meine Hölle jedes Jahr.
Die erste Begegnung mit meiner NT-Familie im neuen Lebensjahr kostete mich noch immer viel Energie. Wie ist mein erstes Auftreten im neuen Lebensjahr für sie und was sagen die zu mir, wenn ich die neue Zahl habe und wie soll ich mich ihnen gegenüber verhalten, ohne überfordert zu wirken?
Auch 2016 hatte ich meine Schwierigkeit. Vor allem, da ich einen Dad habe, der sich schon gefreut hatte, als ich 16 wurde, da ich Alkohol trinken durfte, und ich den ersten Sekt mit 16 einen Monat später auf dem Schiff trank und das extra nur vor meinen Brüdern statt vor ihm. Nun war da dieser wichtige Statuswechsel?
Ausserdem wusste ich nicht, WANN ich runterkommen soll. Die Familie sagte zwar 10:30. Aber das hatte sie am Vortag, dem 26., auch gesagt und dann war es am Ende 10:50. Ich wusste echt nicht, was ich tun soll. Ich wusste nicht, wie ich da auftreten soll, da ich nicht im Stande war, meine Eltern zu fragen, wie ich den Tisch decken sollte, da so ein wichtiger Wechsel stattgefunden hatte und mich das in meinem Hirn genug beschäftigte. Ich wollte nicht runterkommen und dumm rumwarten, ich wollte nur essen und ich hörte, dass sie noch am Essen machen waren.
Ich lief erst ein paar Runden in meinem Zimmer, dann ging ich noch in den Stock zwischen meinem Zimmer und dem Erdgeschoss und lief dort hin und her, bis mein Dad kurz vor 11 dann die Bimmelglocke betätigte. Ich musste mich echt überwinden, hielt meinen 265. Keyring ans Herz, atmete tief durch und ging das erste Mal da runter. Ich wusste nicht, was kommt, wie sie reagieren, was ich für Geschenke wann auspacken müsste und wie ich was essen könnte. Ich hatte eine ungewisse Zeit vor mir, an dem Tag, an dem mein Gehirn komplett überfordert war.
Geschenke
Am Ende war es aber nicht schlimm. Mein Vater empfing mich, gratulierte mir und umarmte mich. Auch von Mum kam ein kurzes “Happy Birthday”, dieses doofe Kinderlied sangen die zum Glück nicht mehr. Danach konnte ich mich hinsetzen und die Geschenke betrachten. Ich fing mit dem Kleinsten an, so ein Würfelförmiges.
Auf den zwei anderen etwa gleich grossen Geschenken war noch eine Karte. Ich las die Karte und sie kam von Mum und Dad und sie schrieben etwas von dass ich mit ihnen gemeinsam erwachsen werden kann und das auch nicht von einem Tag auf den anderen. Ich grinste und bedankte mich.
Danach kam das Geschenk von meiner Schwester, das Würfelförmige. Es war so ein Würfelknobelpuzzle auf Stufe 4 von 5. Ich fand das noch cool, so als Herausforderung, sollte ich Langeweile haben, weshalb ich das Bedanken nicht spielen musste, da ich mich wirklich darüber freute.
Danach packte ich eines der grösseren Geschenke aus. Es war ein Tagebuch! Ja, ich schreibe ja gerne Tagebuch, sieht man hier. Es war ein schönes, rosanes Tagebuch mit coolen Ornamentmustern! Ich hatte mir mal so eines gewünscht, da ich gerne auch unterwegs und auf Kreuzfahrten schreibe und das ja nicht immer am PC machen wollte. In dieses Tagebuch kommen wirklich gute Ereignisse rein und nicht nur so lame Geschichtchen von 0815-Tagen wie hier.
Aber es war nicht nur ein Tagebuch! Als ich es öffnete, war beim Schliessband noch eine 100er-Note versteckt! Ich freute mich total! Mum sagte, damit könnte ich mir in der Stadt einen tollen Hut kaufen! Ich wünschte mir schon lange einen tollen Hut, da ich meinen alten Hut im Zug liegen lassen hatte und der andere Hut kaputt ging. Aber am 10.12.2016 hatte ich auf dem Weihnachtsmarkt so einen coolen karierten Hut für 98 Franken gesehen und den hätte ich theoretisch ja kaufen können.
Das letzte Geschenk war so ein Kreuzfahrtberater, so ein Typ, der verschiedene Schiffe ausprobierte und bewertete. Auch das fand ich sehr interessant und ich bedankte mich. Danach konnten wir gechillt frühstücken, ich ass Toastbrot mit Lachs und trank leckeren Rosensekt dazu. Fürs Tischabräumen brauchte ich zwar Konzentration, aber ich wollte mich lieber einmal anstrengen und es schaffen, als immer wieder abzuschweifen und gestresst zu sein.
Als ich dann endlich fertig war, verschwand ich mit meinen Geschenken in meinem Zimmer und musste mein Hirn ordnen. Ich guckte die Geschenke an. Erst das grosse Puzzle von meiner Schwester und dann noch das Kreuzfahrtheft von meinen Eltern. Danach beschloss ich, die Premiere zu wagen: Das erste Mal seit 4:59 am PC sein! Ich wollte nämlich noch Let’s Play gucken. Ich musste erst kurz vor 3 fertig sein, um 3 wollten wir dann los ins Kino, um eine Komödie zu gucken.
Vormittag
Ich startete den PC und gab mein Kennwort ganz langsam und bewusst ein. Ich durfte nicht mit einem Fehler einloggen, das wäre für den Rest des Lebens aufgrund des Statuswechsels der Volljährigkeit eine Schande gewesen! Aber ich gab das Kennwort richtig ein und konnte am PC ein Let’s Play von “Super Mario Sunshine” von meinem Lieblings-Lets-Player gucken. Dort ging er gerade in die 6. Welt, “Baia Paradiso” oder so. Während dem Part wurde ich gut abgelenkt von der Tatsache, was gerade für ein Tag war!
Kinobesuch
Um 15:00 sind wir losgefahren, zum Westside, wo wir die lustige Komödie guckten. Der Film tat mir total gut, denn ich musste viel lachen. Ein kleines Missverständnis gab es vor dem Filmbeginn aber leider. Dad meinte, er hätte die Plätze 11, 12, 13, 14 gebucht und sagte, ich könnte auf der 12 sitzen. Als wir den Saal betraten, stellten wir fest, dass es doch 12, 13, 14 und 15 waren, da auf 11 und 16 bereits Leute sassen.
Da meine Leute aber dachten, ich sässe auf der 12, setzten sie sich vor mir auf 15 und 14, meine Schwester ging auf die 13 und ich hätte neben den Fremden auf die 12 müssen. Das wollte ich nicht, also machte meine Schwester Platz, aber dann hätte ich auf die 13 müssen, was für mich GAR NICHT ging. Also fragte ich Mum, ob ICH auf der 14 sitzen könne, da das der einzige Platz war, der nicht neben Fremdlingen war, der NICHT 13 hiess. Sie verdrehte die Augen, liess mich dann aber neben Dad auf die 14 und ging auf die 12. Meine Schwester blieb auf der 13 auf der anderen Seite neben mir.
Wie der Film war, was mein Abendessen war und was ich danach noch “Affengeiles” erhalten habe, erfahrt ihr zu einem anderen Zeitpunkt, da wir jetzt einen weiteren Film, gucken. Ciao!
Hey, es ist nun kurz vor 11, der Film war lustig und ich weiss nicht, was ich als nächstes LP gucken soll, weshalb ich weiter erzähle von dem Tag, der 9 Tage her ist. Es fällt mir aber ziemlich schwer, nochmals an diesen Tag zu denken, ihn quasi wie nochmal zu erleben, einfach innerlich, während ich ihn aufschreibe. Aber vielleicht lese ich das dann in zwei Jahren, wenn mir die 2 vorne blüht (Hilfe, 20, daran will ich noch nicht denken), das könnte mir dann eventuell Mut machen.
Also! Ich sass auf Platz 14, soviel habe ich erzählt, bei 12 und 15 hätte ich neben einem Fremdling sitzen müssen und die 13 geht zu 0. Never. Lieber sitze ich vornedran auf dem Boden. Aber das weiss meine Family ja, die Mum hat ja Platz gemacht für mich, damit ich mich auf die 14 setzen konnte.
So, also der Film war sehr witzig. Da ging es um vier Typen, die um ihr erspartes Vermögen betrogen wurden und sich mit einem geplanten Banküberfall an dieser Bank rächen wollten. Es war cool gemacht und tat mir sehr gut. Ich konnte diesen Tag, der eigentlich war, vergessen, und in die Welt dieses Films eintauchen. Und als der Film dann fertig war, war es bereits Abend. Der Nachmittag wurde so gut wie “geskippt”, was mir sehr recht war. Der Abend zeigte sich, die Dunkelheit, die Nähe des 28.12., an dem ich nun endlich nicht mehr diesen Geburtstag, den ich so sehr hasste, haben musste.
Abendessen
Während meine Mum und meine Schwester aufs Klo sind, ging ich mit meinem Dad einen Platz suchen. Alles war laut, überforderte mein Gehirn und deshalb zog ich die Kapuze über den Kopf. Dad sagte, er hätte keine Lust auf Sushi oder so, und ging Mac-Food holen.
Ich wollte 20 Chicken Nuggets, die schmeckten mir schon immer und waren auch nicht aufwändig zum Essen. Dad holte sich ein anderes Mac-Menu, Mum und meine Schwester holten ihr Sushi. Als Dad zum Mac ging und der Rest der Family noch nicht zurück war, musste ich alleine am Tisch Stellung halten. Ich hörte alle Leute laut durcheinander reden und guckte mich im Raum um.
Einmal kam so eine Familie mit zwei Kindern und ich dachte mir: “Oh mein Gott, das sind noch Kinder, ich bin ja jetzt offiziell kein Kind mehr…” Mein Hirn begann wieder, innerlich zu explodieren, da kamen dann auch bald meine Leute wieder! Ich konnte meine 20 Nuggets geniessen und musste dabei noch nicht mal mit den Anderen reden oder Geschenke auspacken.
Grosseinkauf mit Hirnexplosionen
Nach dem Essen machten wir noch einen Grosseinkauf. Meine Eltern kauften mir noch einen leckeren Kaffee-Kuchen zum Anstossen, da mein 25jähriger Halbbruder noch vorbeikommen wollte. Ich half nichts beim Einkauf, wie sonst, ich trottete hinterher, mit einem explodierenden Gehirn, welches von einer Kapuze geschützt wurde. Ich musste mich sehr anstrengen, nicht durchzudrehen, was man meinem Blick auch ansehen konnte, so dass Mum meinte, ich würde grimmig gucken.
Es war halt eine Anstrengung in so vielen Leuten, ist es ja eigentlich schon, und mit diesem Bonus dazu, dass sich das Gehirn an das neue “Betriebssystem” (die neue Statuszahl) gewöhnen musste, war ich hilflos überfordert und konnte nicht helfen und musste halt “grimmig” hinterhertrotten.
Nach dem Grosseinkauf gingen wir zurück zu unserem Parkplatz, irgendwas mit 22-18, was ich natürlich NICHT vergessen konnte… Ich war aber noch froh, dass mich niemand gefragt hat, auf welchem Platz wir geparkt hatten, denn ich hätte diese Zahl an dem Tag echt nicht aussprechen wollen, da das für mein Gehirn wohl zu viel gewesen wäre.
Geschenke von der Schulheilpädagogin
Als wir nach Hause kamen, leuchtete vom Briefkasten eine Lichterkette. Ich dachte an meine Schulheilpädagogin. Die hatte, seit ich 11 wurde, jedes Jahr ein Geschenk gebracht. Anfang 2016 dachte ich, es sei Schluss, im Winter 2015 waren wir weg. Aber ich erhielt am 6.1. doch noch ein Geschenk von ihr! Und jedes Mal traf sie meinen Geschmack! Doch die Lichterkette war nicht von ihr, sondern das daneben stehende Säckchen mit 3 Päckchen!
Diesmal las ich, wie immer, zuerst die Karte! Und die kannte mich gut. Sie schrieb, sie hoffe, ich hätte mich gut an die neue Zahl gewöhnt. Ausserdem schrieb sie, sie habe Schlüsselanhänger aus Barcelona mitgebracht. Ich guckte die 2 kleineren Päckchen an und wurde neugierig. Deshalb nahm ich eines davon und öffnete es.
Cayo Cortez 394
Der Schlüsselanhänger war in Luftpolsterfolie geschützt. Als ich ihn auspackte, freute ich mich total! “OMG!”, dachte ich, “Das ist DER Sensa!” Der Keyring war so künstlerisch angelehnt an diesen Typen aus Barcelona, der so coole Muster zeichnete. Er war sternförmig, aber nicht so ein 0815-Stern, sondern ebenfalls mit etwas künstlichem Stil, so dass es auch mit Fantasie aussehen könnte, wie Blüten einer Blume. Darauf waren so bunte Formen, die sich manchmal überschnitten, und jede Fläche oder Form, die von irgendeiner Linie getrennt wurde, erhielt die Farbe blau, grün, rot oder gelb, einfach passend. Ausserdem waren Spiralen und ein Stern darauf zu sehen! Der Anhänger gefiel mir sehr gut, doch wollte ich den Nächsten auch noch sehen. Ich erklärte ihn zu meiner 394 und einem sicheren Sensa.
Jamica Peralta 395
Danach wurde ich nochmals geflasht! Der 2. Keyring war nämlich ein Herzförmiger, wo die Sehenswürdigkeiten von Barcelona metallig drin waren, schön massiv. Er glitzerte am Rand und hatte bunte, unter anderem auch pinke Buchstaben, die das Wort Barcelona bildeten, unten am Spitz vom Herz. Ich beschloss, dass der ein Mädchen ist und war überfordert! “Die ist ja GENAUSO eine Sensa!”, dachte ich. Und ich hatte schon einige Probleme mit den Sensas!
Im Dezember hatte ich nämlich beschlossen, J. Maçio, meine 276 und Nummer 2 von 2015 die Sol-Gruppe im April holen zu lassen. Da war J. Maçio noch Rang 4. Aber durch diese beiden Spanier wurde der ja weggekickt von dort! Ich war total geflasht und freute mich über diese Keyrings!
Autismus-Buch von Denise Linke
Danach packte ich noch das andere, grössere Geschenk aus! Es war ein Buch, geschrieben von einer Autistin, die ziemlich so denkt, wie ich. Die Zusammenfassung tönte sehr spannend. “Boah, die kennt mich einfach zu gut!”, dachte ich, und freute mich noch viel mehr als beim Frühstück! Denn während sich meine Family sehr einschränkt, mir Keyrings zu schenken, da ich ja schon so viele habe, macht sie einfach genau das, was mir Freude bereitet!
Wir machten eine Zeit ab, die ich leider nicht mehr weiss, 20 Uhr war’s glaubs, zum Anstossen und dann den Film Saphirblau gucken. Wir wollten den 2. Teil nach Rubinrot noch gucken, um am 28. dann noch den neuen 3. Teil Smaragdgrün nachzuschieben. Bis zu dieser Zeit hatte ich noch etwa eine Stunde. Ich ging wieder an den PC, konnte mein Passwort gechillter eingeben, da es ja beim ersten Mal richtig gewesen war, und vertippte mich natürlich wieder nicht.
Namen für die Sensas aus Barcelona!
Ich startete das Internet und suchte die gute Vornamen-Seite auf, um coole Namen für meine neuen Keyrings zu finden. Ich fand bei einem Wikipedia-Artikel der Castingshow “The Voice Kids” einen coolen Mädchennamen, Jamica. Ich scrollte mich dort oft durch für Namen von Keyrings, weil die jungen Leute heutzutage echt coole, moderne Namen haben. Jamica gefiel mir für das Mädchen. Aber für den Jungen wollte ich einen richtig schönen Namen, da ich den einfach so stylisch fand!
Ich beschloss, den auf JEDEN FALL VOR J. Maçio auf die 4 zu setzen. Maçio würde zwar abrutschen auf die 5, aber immer noch am Sensa-Bund sein. Ich suchte bei der Vornamenseite nach spanischen Vornamen und scrollte mich durch. Eigentlich wollte ich ein paar Favoriten rausschreiben, aber als ich den Namen Cayo sah, gefiel der mir grad so gut, dass ich nicht weitersuchen wollte. Cayo passte einfach zu diesem stylischen Jungen. Weiter unten stand noch Cortez. Ich kannte mal einen, der Cortez mit Nachnamen heisst, aus dem Fernsehen, und ich fand, ihm diesen Nachnamen zu geben, wäre doch noch cool! Somit beschloss ich, diesen Sensa Cayo Cortez zu nennen.
Ich trug Cayo Cortez und Jamica noch in meiner Datei ein. Jamica wurde am 7.1.2002 geboren, also wird die übermorgen 15 und ist nur 5 Tage jünger als meine jetzige Nummer 3 (Cayo ist mittlerweile die 2) Ivica Dejanovic, der am 2. Januar 15 wurde.
Ich änderte noch meinen Schlüsselbund um. Cayo kam zu den Sensas. Jamica tat ich zu Dzintra, Mathea und Heather an einen Bund. Heather ist aus Palma, Nummer 333, die war lange eine Sensa und gehört zu den “Auras”, den Keyrings der 9. Kreuzfahrtreise mit AIDAaura. Sie hat eben am selben Tag Geburtstag wie ich, sie wurde 2016 eben 15 und ist somit auch nur 6 Tage älter als Ivica Dejanovic.
Kuchenzeit & Saphirblau-Plan
Kurz darauf war es die abgemachte Zeit. Ich kam runter. Ich stellte mir die ganze Zeit Cayo Cortez, der übrigens am 2. März 2002 geboren wurde, vor. Ich liess ihn bei meiner Hosentasche raushängen, da ich so glücklich über ihn war. Mein Bruder begrüsste mich und gratulierte mir. Danach öffneten wir einen Sekt und konnten anstossen. Wir assen den Kaffee-Kuchen und der schmeckte echt lecker. Die Wahl meiner Eltern war echt gut. Danach wollten wir Saphirblau gucken.
Mein Bruder sagte, er würde sonst wieder gehen, wenn dann würde er die Reihe von Teil 1 an sehen wollen. Ich sagte aber, es sei doof, wenn er geht, obwohl er extra für mich gekommen sei, und wir nur einen Film gucken. Ich dachte, den Film könnte man ja immer sehen, aber der Bruder würde einen nicht immer besuchen. Da ich das Geburtstagskind war, sagten meine Eltern, ich dürfte entscheiden, was wir nun tun.
Der Abend mit meinem Bruder
Ich hatte kurz ein Blackout. Ich wusste klar, ich würde meinen Bruder einem Film vorziehen. Aber ich hatte auch Angst, meine anderen Familienmitglieder zu enttäuschen. Ich erklärte ihnen, dass mein Bruder extra für mich kam und ich deshalb gerne etwas Zeit mit ihm verbringen würde. Meine Familie zeigte Verständnis und sagte, wir können Saphirblau auch am 28. noch gucken. Wir verabschiedeten uns, meine Schwester ging zeichnen und ich ging mit meinem Bruder Videos von einem sehr unterhaltsamen YouTuber gucken.
So, das war es dann von meinem 18. Ehrentag und ja, oh mein Gott, jetzt ist es halt so, der Status hat sich verändert und der erste Schlüsselanhänger, der in die Sammlung kam, während ich 18 war, ist Cayo Cortez, und daran kann ich nun den Rest meines Lebens denken, da sich ja auch der Status verändert hat, womit ich zwar noch Mühe habe, aber nicht, wenn ich an Cayo Cortez denke.
Sensapläne
Am 28. bereits wusste ich nicht, ob Cayo Cortez (damals noch 4) oder Clayton Kryert (meine eigentliche Nr. 3) die Drei sein sollte. Am 29. Dezember beschloss ich dann, Cayo sogar vor Ivica Dejanovic zu ranken, der seit August 2016, als ich den von meiner Sportlehrerin gekriegt hatte, die Zwei war.
Ivica ist so ein cooler dunkelblauer Anker mit so einem Kroatien-Emblem drauf. Den brachte diese Sportlehrerin von dort mit im August und er wurde die 364 und leider nicht die 365, da ich einen zu wenig hatte. Ich fand diesen Anker so stylisch, dass er das schaffte, J. Maçio damals von 2 auf 3 zu kicken. Durch Clayton Kryert aus Gruyères kam er dann auf die 4 und durch Cayo Cortez aus Barcelona auf die 5. Nun hat auch Jamica, die mit Nachnamen Peralta heisst, ihn rausgekickt auf die Sieben, Jamica ist die Sechs und somit die Letzte am Sensa-Bund… ://
Ich fürchte, ich kann J. Maçio die “Soleils” doch nicht holen lassen. Cayo Cortez wird das machen, und Ivica Dejanovic holt im Sommer die Norweger in die Runde. Ich will das wirklich MEINE LIEBLINGE machen lassen und nicht einen SIEBTLIEBLING!!!
SENSA RANKING 05.01.2017
1 Acarian Selavic 265 01.08.2001 – Dubrovnik 01.10.2015
2 Cayo Cortez 394 02.03.2002 – Barcelona 27.12.2016
3 Ivica Dejanovic 364 02.01.2002 – Trogir 15.08.2016
4 Clayton Kryert 376 28.10.2001 – Gruyères 30.09.2016
5 Gavin Garrett 338 17.01.2003 – Cannes 12.04.2016
6 DAS IST EIN SPOILER. ER IST VOM JAHR 2017.
7 Jamica Peralta 395 07.01.2002 – Barcelona 27.12.2016
8 Juanes Maçio 276 31.03.2002 – Madrid 13.10.2015
9 Heather Camila 333 27.12.2001 – Palma 08.04.2016
10 Terrence Tyler 392 11.03.2002 – Bern 22.12.2016
Kurz darauf folgen dann Mathea und Dzintra, aber ich habe keine Ahnung, in welcher Reihenfolge ich die ranken soll. Nummer 6 ist einer von 2017, weshalb ich ihn noch nicht erwähne, weil er ein Spoiler ist und ich gerne alles chronologisch angehe.
So, das war’s für heute. In fünf Minuten klingelt meine Stoppuhr und dann muss ich mich parat machen. Ich muss nämlich um 12 ins Bett. Nicht als Strafe, sondern weil am Montag die Arbeit wieder ruft. Der erste Arbeitstag für 2017 rückt ja näher und ich bin nullkommanull nervös! Nicht so wie heute vor einem Jahr bei der Kunst ey…
Ich habe mich jetzt schon länger an das Jahr gewöhnen dürfen als damals und damals waren wir noch in Deutschland in den Ferien und ich musste bei meiner launischen Oma 17 werden… Aber ja, diesmal war alles besser, 18 wollte ich zu Hause werden, weshalb wir diesmal nicht nach Deutschland sind, und das Jahr konnten wir mit guten Freunden aus dem 3427 der Schweiz verbringen.
Aber davon erzähle ich dann beim nächsten Mal, wenn ich hier reinschreibe, da ich jetzt die Zähne putzen gehen muss, sobald zehnvor ist und ich dann ins Bett gehe. Die letzten beiden Tage wurde es DREI, bis ich im Bett war. Gestern zum Frühstück konnte ich noch aufstehen, heute liess es mein Körper nicht zu. Ich blieb im Bett liegen und pennte bis um ZWÖLF!!!
Das ist ein normaler Ferienrhythmus für mich, 3-12 schlafen, aber soweit soll es ja eigentlich am vorletzten offiziellen Ferientag nicht kommen! Und deshalb sollte ich um 12 pennen gehen oder zumindest Licht löschen und was Schönes denken, bis ich penne, damit ich mal um 10:30 unten bin und nicht um 10:45!!!!! Und heute, da war es 12:30, 2 Stunden zu spät….. Da ich um 3 statt geplant 1 ins Bett bin, ebenfalls 2 Stunden zu spät… Und soweit soll es heute nicht kommen! Also bye!!!

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